Was ist eigentlich ein Fachwerkbau? Das traditionell gebaute Fachwerkhaus besteht aus einem Skelett aus Holz. Die Konstruktion wird verstärkt durch eingebaute schräge Streben (Aussteifung). Die Flächen zwischen den Hölzern (Gefache) werden mit einem Holzgeflecht und Lehm oder auch mit Steinen ausgefüllt.

Die Hölzer werden verzapft und mit Holznägel verbunden. Vorteil bei dieser traditionellen Bauweise ist, dass man eine solche Konstruktion wieder abbauen und wieder neu aufbauen bzw. einzelne Segmente austauschen kann. Ideal bei Altbausanierungen …

Der Fachwerkbau hat eine lange Tradition. Bereits im 13. Jhd. wurden Häuser in dieser Weise errichtet. Diese Bauweise entwickelte sich. Und so war das Holzskelett nicht nur wichtiger Bestandteil der Konstruktion des Hauses, sondern wurde durch die Anordnung der schräggestelleten Hölzer gleichzeitig Schmuckelement der Fassade. Auch die Ausfachungen wurden kunstvoll verziert und mit Inschriften versehen – eine Baukunst, die wir heute noch in vielen Stadtkernen bewundern.

Die einzelnen Bauteile der Fachwerkkonstruktion und deren Bezeichnungen im Überblick:

  • Ständer: die vertikalen Hölzer, Riegel: die horizontalen Hölzer,
  • Bänder: die ca. 45 Grad schräg stehenden Hölzer,
  • Streben: die leicht schrägstehenden Hölzer.

Im Gegensatz zu den Gefachen hat die Holzkonstruktion eines Fachwerkhauses tragende Eigenschaften.

ZURÜCK